Silberfonds

Silberfonds

Silberfonds gewähren dem Anleger ein Recht auf die Auslieferung einer bestimmten Menge des Edelmetalls. Sie dienen in erster Linie zu Spekulationen. Vorteilhaft bei Silberfonds ist sicher, dass kein zusätzliches Geld für die Lagerung der Münzen und Barren aus Silber aufgewendet werden muss. Allerdings gilt es zu beachten, dass es zu Lieferengpässen kommen kann, sollte das Silber in physischer Form doch einmal gebraucht werden. Dann kann es zu deutlichen Verzögerungen bei der Auslieferung kommen. Daher sind zur reinen Absicherung, etwa als Inflationsschutz, die Anlagen in physische Werte sinnvoller.

 

Silberbarren und –münzen – wann lohnt sich die Anlage?

Wie eingangs erwähnt, stellen Silberbarren und –münzen eine Alternative zu Silberfonds dar. Sie dienen aber nicht als Geldanlage im klassischen Sinne, da sie weder Zinsen, noch Renditen oder Dividenden abwerfen. In der Regel werden jedwede Anlagen in Edelmetalle als Inflationsschutz gehandelt. Sollte also Bargeld nichts mehr wert sein, bleiben die Edelmetalle trotzdem werthaltig, so dass man mit ihnen weiterhin Produkte und Leistungen bezahlen kann.

Allerdings kosten physische Edelmetalle auch Geld – und zwar nicht nur beim Kauf selbst, sondern laufend. Bei Silberbarren und –münzen muss für eine sichere Verwahrung gesorgt werden. Meist kann man diese bei Banken einlagern, zahlt dann aber Gebühren. Ebenso können die Barren und Münzen im hauseigenen Tresor gelagert werden, wie sicher dieser aber bei Einbrüchen ist, gilt als umstritten. Die Lagerung entfällt bei den Silberfonds zwar, dafür werden für gemanagte Silberfonds in der Regel laufende Gebühren anfallen.

 

Ausgabeaufschläge bei Silberfonds

Nicht zu vergessen sind auch die Ausgabeaufschläge, die bei Silberfonds anfallen. Wird ein Anteil des Silberfonds etwa für 200 Euro gekauft, kann der Verkaufspreis noch am gleichen Tag zum gleichen Kurs nur 190 Euro betragen, das ist der so genannte Spread – also der Preisunterschied zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis des Fonds.

Bevor also mit Silberfonds eine Rendite erwirtschaftet werden kann, muss der Ausgabeaufschlag wieder herein geholt werden. Doch auch bei physischem Silber gelten Ausgabeaufschläge, die umso höher ausfallen, je kleiner die Barren und Münzen sind. Daher werden als Geldanlage erst Silberbarren ab etwa 50 Gramm empfohlen. Bei den Silbermünzen ist darauf zu achten, dass es sich um echte Anlagemünzen handelt. Sammlermünzen können zwar an Wert gewinnen, müssen es aber nicht. Zudem ist der Nachfragemarkt für Sammlermünzen aus Silber deutlich geringer, so dass ein Verkauf sich schwierig gestalten kann.